Rückblick Hochwasser 2005
20 Jahre sind vergangen
Einsatzbericht: Das Hochwasser in Ingenbohl 2005
Vor 20 Jahren, im August 2005, erlebten wir in der Gemeinde Ingenbohl eine Naturkatastrophe, die uns bis heute in Erinnerung geblieben ist. Aus unserer Sicht als Feuerwehr war es ein Ausnahmezustand, der uns über Tage hinweg an unsere Grenzen brachte. Die unaufhörlichen Regenfälle liessen die Pegel von Muota und Vierwaldstättersee dramatisch ansteigen und führten zu einer nie dagewesenen Flut.
Die Rekordflut
Die Muota schwoll am 23. August 2005 auf einen unglaublichen Abfluss von 433 m³/s an. Einen Tag später erreichte der Vierwaldstättersee mit 435,21 m ü. M. seinen höchsten je gemessenen Stand. Die Wassermassen überfluteten weite Teile unserer Gemeinde. Wir wurden mit unzähligen Alarmmeldungen konfrontiert, darunter vollgelaufene Keller, unpassierbare Strassen und eingeschlossene Häuser.
Gemeinsame Kraftanstrengung
Wir waren im Dauereinsatz. Um die Flut der Notrufe zu bewältigen, arbeiteten wir im Schichtbetrieb. In diesen kritischen Tagen leisteten wir insgesamt über 1000 Einsatzstunden.
Ohne die Unterstützung des Zivilschutzes hätten wir diese Herausforderung nicht meistern können. Sie halfen uns tatkräftig beim Befüllen und Verteilen von Sandsäcken, beim Errichten von Dämmen und bei der Evakuierung von Bewohnern.
Die Koordination aller Massnahmen oblag dem Gemeindeführungsstab. Die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Zivilschutz und Gemeindeführungsstab war unerlässlich, um die ständige sich ändernde Lage effektiv zu bewältigen.
Das Hochwasser von 2005 hat uns gezeigt, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit und eine gute Ausbildung sind. Es hat uns gelehrt, dass wir uns auf unsere Kameraden verlassen können und dass wir nur gemeinsam in der Lage sind, solche ausserordentlichen Lagen zu meistern
zurück